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Worauf ist bei Leasingverträgen zu achten?

Bei Leasingverträgen gilt es auf einiges zu achten. Zum einen ist die Höhe der Leasingrate wichtig aber natürlich auch der Zinssatz. Zudem sollte man sich vorab gut überlegen ob man vor hat das Fahrzeug am Ende des Leasings zu übernehmen.

Worauf ist bei Leasingverträgen zu achten

Höhe der Leasingraten

Höhe der Leasingraten

Die Leasingrate ist in aller Regel aus verschiedenen Komponenten zusammengesetzt. Die Berechnung ist wesentlich komplizierter als die Kalkulation einer Kreditrate. Zunächst spielt der ursprüngliche Anschaffungspreis eine Rolle. Von diesem wird die Einmalzahlung bei Vertragsabschluss abgezogen, wenn diese vereinbart wurde. Auch der angenommene Restwert geht in die Kalkulation ein. Damit wird auch der Wertverlust ausgeglichen, der während der Dauer des Leasingvertrags entsteht.

BIP Wichtig

Der Leasinggeber stellt Kapital bereit, um das Objekt zur Verfügung stellen zu können. Für dieses Kapital berechnet er Zinsen, die ebenfalls in den Vertrag aufgenommen werden. Verwaltungskosten entstehen, für das mögliche Ausfallrisiko wird ein Zuschlag erhoben. Und der Leasinggeber will selbstverständlich Gewinn machen, was die Leasingrate zusätzlich erhöht.

All diese Faktoren führen zu einer komplizierten Berechnung. Auf welche Weise im einzelnen die Kalkulation erfolgt, ist für den Vertragsnehmer meist nicht ersichtlich. Allerdings kann der Leasingnehmer mit Hilfe eines Leasingrechners einen rechnerischen Zinssatz ermitteln. Dieser stellt aus seiner Perspektive einen Vergleichswert dar. Die Höhe der entstehenden Kosten, die den Wertverlust des Objekts während der Vertragsdauer übersteigen, werden mit diesem rechnerischen Zinssatz erfasst.

Höhe des Zinssatzes

Höhe des Zinssatzes

Beim Leasing entstehen für den Kunden höhere Kosten über die Abnutzung hinaus. Diese Mehrkosten werden mit dem Zinssatz angegeben. Verschiedene Leasingangebote sind anhand der Höhe des Zinses miteinander vergleichbar.

Im einzelnen bestehen die Mehrkosten aus den Zinsen, die der Anbieter aufbringen muss, um das Objekt bereit zu stellen. Verwaltungskosten entstehen, und der Vertrag muss für den Leasinggeber auch einen Gewinn einbringen. Kann der Anbieter das Objekt bei Vertragsende nur unter dem Restpreis verkaufen, muss dieses Risiko durch den Vertrag ebenfalls abgesichert sein.

Eigentumsverhältnis

Eigentumsverhältnis

Der Begriff Leasing stammt aus dem Englischen und bedeutet „mieten“ oder „pachten“. Allerdings hat der Vertragsnehmer für die Wartung und die Instandhaltung zu sorgen. In aller Regel bleibt der Leasinggeber sowohl im rechtlichen Sinn als auch im Wirtschaftlichen der Eigentümer des Objekts. Abhängig von der Form des Vertrags geht der Gegenstand am Vertragsende an den Anbieter zurück, oder er kann vom Leasingnehmer oder einer anderen Person erworben werden.

Sonderkündigungsrechte beider Parteien

Grundsätzlich hat der Leasinggeber kein Interesse an einer vorzeitigen Beendigung des Vertrages. Denn die Raten sind unter anderem nach der Vertragsdauer berechnet. Ein vorzeitiges Ende bedeutet für den Anbieter also Verlust. Will der Kunde vorzeitig kündigen, verlangt das Leasingunternehmen eine entsprechend hohe Abstandszahlung. Allerdings gibt es auch kündbare Leasingverträge. Hier wird bei Vertragsabschluss festgelegt, an welchen Terminen der Leasingnehmer kündigen kann und in welcher Höhe die Abschlusszahlungen dann jeweils ausfallen sollen.

Auch gravierende Umstände auf Seiten des Leasingnehmers begründen keine außerordentliche Kündigung. Verlust des Arbeitsplatzes, Krankheit sogar der Unternehmensbankrott sind keine ausreichenden Voraussetzungen, um den Vertrag aufzulösen. Kommt es allerdings zu einem Verkehrsunfall mit dem Leasingobjekt, kann jeder der beiden Vertragspartner den Leasingvertrag kündigen. Übersteigen die Reparaturkosten 60 Prozent des Wiederbeschaffungswertes, hat der Leasingnehmer ein Kündigungsrecht. Dann wird der Anbieter aber den Kündigungsschaden dem Kunden in Rechnung stellen.

Restwertberechnung und Restwertgarantie

Restwertberechnung und Restwertgarantie

Oft wird in Leasingverträgen vereinbart, dass der Vertragsnehmer das Objekt am Ende des Vertrages zum Restwert käuflich erwerben kann. Berechnet wird nach dem Alter des Leasingobjekts, aber auch die Abnutzung und der Zustand gehen in den Restwert ein. Enthält der Vertrag eine Restwertgarantie, wird bei Vertragsabschluss kalkuliert, welchen Wert das Objekt bei Vertragsende noch besitzen wird. Kommt es dann aber zu einem geringeren Verkaufserlös, muss der Leasingnehmer die Differenz dem Leasinggeber zahlen.

Kosten für Zusatzkilometer

Kosten für Zusatzkilometer

Beim Kilometerleasing legt der Vertrag für den Leasingzeitraum eine bestimmte Laufleistung fest. Wird mehr gefahren, spricht man von Zusatzkilometern. Damit kommt es aber zu einer Wertminderung des Fahrzeugs durch vermehrte Abnutzung. Die Leasinggesellschaft verlangt deshalb innerhalb einer Kulanz eine Nachzahlung. Beim Restwertleasing spielen die gefahrenen Kilometer keine Rolle.

Die Zusatzkilometer sind leicht feststellbar. Im Vertrag ist eine bestimmte Laufleistung vereinbart. Diese wird von den tatsächlich gefahrenen Kilometern subtrahiert. Das Ergebnis sind die gefahrenen Zusatzkilometer. Meist werden zwischen 5 und 15 Cent pro Kilometer berechnet. Die Kosten variieren je nach Automodell, Unternehmen und Vertragskonditionen. Stellt der Leasingnehmer fest, dass er die vertraglich vereinbarte Laufleistung überschreitet, sollte er die entstehenden Kosten einkalkulieren. Damit erlebt er bei der Rückgabe keine unangenehme Überraschung.

Leasingfaktor

Leasingfaktor

Um verschiedene Leasingangebote vergleichen zu können, braucht es einen verlässlichen Indikator. Der Leasingfaktor hat sich als ein solcher herausgestellt. Diese Vergleichsgröße gibt das Verhältnis der Leasingrate zum Leasingwert in Prozent an. An einem niedrigen Leasingfaktor erkennt der Kunde ein vorteilhaftes Angebot. Zur vollständigen Berechnung wird die monatliche Leasingrate benötigt, der Bruttolistenpreis, die Laufzeit des Vertrages, die Höhe der Anzahlung und der Sonderzahlung.

In der einfachen Variante dividiert man die Leasingrate durch den Bruttolistenpreis. Den Leasingfaktor erhält man nach der Multiplikation mit 100. Zu beachten ist, dass nur identische Fahrzeuge verglichen werden sollten. Auch Vertragslaufzeiten und die vereinbarte Fahrleistung müssen gleich sein.

Um die Ergebnisse zu klassifizieren, haben sich folgende Werte als zuverlässig herausgestellt: Ein Leasingfaktor unter1 gilt als ein gutes Angebot. Unter 75 spricht man von einem sehr guten Vertrag, bei unter 0,5 ist es eine Vereinbarung mit besten Konditionen.

Vertrag mit Restwertabrechnung

Vertrag mit Restwertabrechnung

Bei Abschluss des Vertrages wird festgelegt, zu welchem Restwert das Objekt bei Vertragsende zu erwerben ist. Der Restwert sollte allerdings realistisch kalkuliert sei. Für dessen Erhaltung muss der Kunde ohnehin selber sorgen, denn Wartung und Instandhaltung sind mit dem Leasingvertrag auf ihn übergegangen.

Leasingvertrag mit Andienrecht

Leasingvertrag mit Andienrecht

Wird ein Andienrecht vereinbart, ist das Leasingunternehmen berechtigt, das Objekt dem Leasingnehmer zum Restwert anzudienen, wenn der Vertrag endet. Das bedeutet, der Leasingnehmer ist zum Kauf verpflichtet, wenn der Vertrag eine entsprechende Klausel enthält.

Für den Leasinggeber handelt es sich allerdings nur um eine Option. Er muss nicht zwangsläufig das Objekt dem Leasingnehmer verkaufen. Zusätzlich besteht für ihn die Möglichkeit, am freien Markt den besten Preis zu erzielen.

Das Andienrecht macht aber nur Sinn, wenn ein Vertrag mit Teilamortisation geschlossen wurde. Denn dann besteht bei Vertragsende noch ein Restwert. Wurde Vollamortisation vereinbart, ist das Objekt vollständig getilgt. Dann gehört das Objekt künftig dem Leasingnehmer.

Bei der Teilamortisation wird mit den Raten das Leasingobjekt nur zum Teil getilgt, der Restwert bleibt offen. Und zu diesem Wert verkauft das Leasingunternehmen am Laufzeitende an seinen Leasingnehmer.

Kilometerabrechnung

Kilometerabrechnung

Kilometerverträge sind wesentlich häufiger als Restwertverträge. Die Leasingkosten werden nach der Kilometerleistung berechnet, die der Kunde im Jahr fährt. Damit ist er an keinen festen Preis gebunden, hat aber auch keine Garantie für einen bestimmten Wert. Soll das Objekt übernommen werden, setzt der Händler den Preis an.


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