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Was ist eine EC-Karte?

In Deutschland befinden sich über 100 Millionen EC-Karten in Umlauf. Damit hat jeder in Deutschland im Schnitt zwei EC-Karten zur Verfügung. Damit ist die EC Karte auch in etwa doppelt so beliebt wie die Kreditkarte, von denen man circa 40 Millionen in deutschen Geldbeuteln finden kann. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn die EC-Karte bekommt man nahezu automatisch bei der Eröffnung eines Girokontos mit dazu.

Was ist eine EC-Karte

Warum ist die EC-Karte so beliebt?

Warum ist die EC-Karte so beliebt

Die EC-Karte ist heute dank Corona wichtiger denn je. Mit ihr ist es möglich bargeldlos zu bezahlen. Das geht nicht nur schneller, sondern verringert zudem die Möglichkeit der Übertragung der Viren. Bei Kleinbeträgen braucht man sogar nicht einmal eine PIN, doch der Reihe nach.

Was genau ist eine EC-Karte?

BIP Wichtig

Der Fachbegriff für eine EC-Karte lautet Debitkarte, das bedeutet nicht mehr und nicht weniger, als dass es sich bei der EC-Karte um eine Bankkarte handelt. Vom Wortstamm leitet sich Debitcard von debere dem lateinischen Wort für Schulden ab. Man kann mit der Karte sein Konto belasten. Darum ist sie auch immer nur in Verbindung mit einem Girokonto erhältlich.

Woher kommt der Name EC-Karte?

Woher kommt der Name EC-Karte

In der Vor-Internet-Zeit gab es als Zahlungsmittel auch noch die Eurocheque. Das waren vorgefertigte Formulare mit seiner eigenen Kontonummer. Wenn man den Eurocheque ausfüllte, einen bestimmten Betrag eintrug und unterschrieb war der Eurocheque praktisch wie Bargeld. Derjenige der ihn besaß konnte ihn auf seiner Bank einlösen und zu Geld machen. Zur Legitimation bei der Ausstellung war die EC-Karte nötig. Seit 2002 gibt es zwar keine Eurocheque mehr, die EC-Karte ist uns jedoch geblieben.

Merkmale und Sicherheit der EC-Karte

Merkmale und Sicherheit der EC-Karte

Eine EC-Karte hat mehrere Sicherheitssysteme, die dafür sorgen, dass niemand sie unbefugt benutzen kann.

  • Das auffälligste Merkmal ist der Chip dessen Kontakte man auf der Vorderseite gold schimmernd erkennen kann. Hierüber kommunizieren die Kassensystem mit dem Chip bzw mit der EC-Karte.
  • Etwas antiquiert erscheint das Unterschriftfeld auf der Rückseite zu sein. Es dient bei Lastschrift zum Abgleich der Unterschrift.
  • Der Magnetstreifen auf der Rückseite verbreitet trügerische Sicherheit. Leider konnten diesen nicht nur Kassensystem auslesen, sondern auch Betrüger, weswegen der vorgenannte Chip eingeführt wurde.
  • Das Ablaufdatum auf der Karte signalisiert dass die Karte von vornherein nur eine gewisse Gültigkeit hat.  Damit bekommt man alle paar Jahre eine neue Karte mit den neuesten Sicherheitsmerkmalen.
  • Im Klartext, also deutlich sichtbar und nicht verschlüsselt, sind auf der Karte auch die Bankleitzahl die Kontonummer respektive die IBAN und BIC eingeprägt.
BIP Vorteil

Das wichtigste Merkmal jedoch ist unsichtbar und das ist die PIN. Das ist eine 4-stellige Ziffer, die zur Autorisierung dient. Ohne diese PIN kann man keine Auszahlung am Bankautomaten erledigen und auch keine größeren Bezahlungen durchführen. Die PIN wird bei der Eingabe verschlüsselt an das Rechenzentrum geschickt, wo dann die endgültige Freigabe der Transaktion erfolgt. Offline funktioniert das nicht mehr.

Bezahlen und Abheben mit der EC-Karte

Bezahlen und Abheben mit der EC-Karte

Bei den wichtigsten Transaktionen dem Geldabheben am Bankautomat, oder dem Bezahlen im Geschäft, benötigt man seine PIN. Man führt die Karte in ein kleines Lesegerät ein und muss dann seine PIN eingeben. Wie bereits erwähnt führt das Terminal dann einen Onlinecheck durch und kontrolliert ob die Karte nicht gesperrt ist, und ob die PIN übereinstimmt.

Das Bezahlen funktioniert bei vielen Terminals auch schon kontaktlos. Man muss die Karte nur auflegen oder neben das Gerät halten. Bis zu einem Wert von 50 Euro muss man nicht einmal mehr die PIN eingeben. Dieser Wert betrug bis Anfang 2020 noch 25 Euro. Nachdem jedoch 25 Euro den meisten Leuten zu wenig war und auch andererseits kaum Betrugsfälle aufgetreten sind hat die Deutsche Kreditwirtschaft dieses Limit angehoben. Zur Sicherheit muss man nach fünf Transaktionen oder einer Summe von 150 Euro einmal seine PIN eingeben. Verliert man also seine EC-Karte kann zwar der unehrliche Finder diese benutzen. Der Schaden beträgt jedoch maximal 150 Euro.

Dieses Zahlverfahren wird auch im Ausland immer häufiger angeboten. Hierfür benötigt die EC-Karte ein Symbol wie V-Pay oder Maestro. Das Bezahlen mit der EC-Karte ist in der EU grundsätzlich kostenlos.

Gebühren für die EC-Karte

Gebühren für die EC-Karte

Neben den laufenden Kontogebühren fallen für die EC-Karte in der Regel weitere Gebühren an. So verlangen die ausgebenden Banken meist bei Ausgabe der Karte eine Gebühr. Das Abheben am Geldautomat ist bei der eigenen Bank immer kostenlos. Bei Fremdbanken kann eine Gebühr von 1-2 Prozent des abgehobenen Betrages anfallen. Manche Banken verlangen auch eine pauschale Gebühr. Hier lohnt es sich bei der Kontowahl besonders gut aufzupassen. Einige Banken, vor allem Onlinebanken, übernehmen die Fremdgebühren von anderen Banken oder verfügen über ein Netz von Partner-Bankinstituten. Somit kann man auch bei denen kostenlos Geld abheben. Wichtig: Beim Abheben am Bankautomat muss dieser anzeigen ob eventuelle Gebühren für die Abhebung anfallen. Der Benutzer muss diesen Hinweis bestätigen.

Zusätzliche Funktionen

Zusätzliche Funktionen

Eine sehr nützliche Funktion der EC-Karte ist die Geldkartenfunktion. Das Ganze ist wie ein virtueller Geldbeutel. Am Bankautomat kann man von seinem Konto Geld auf dem Chip der Karte speichern. Mit ihm kann man kleine Geldbeträge wie beispielsweise Parkgebühren oder Bustickets kaufen. Das Ganze funktioniert ohne dass man seine PIN eingeben muss, also ähnlich dem kontaktlosen Zahlen am Terminal. Der Unterschied besteht darin, dass hier keine Internetverbindung nötig ist. Das Geld ist auf dem Chip gespeichert, und das Terminal zieht den Zahlbetrag von diesem Guthaben ab. Leider ist dieses an sich tolle System nicht sehr verbreitet. Ein relativ neues System und eine Weiterentwicklung der Geldkarte ist girogo. Auch hier muss man einen Chip mit Guthaben aufladen mit dem man dann kontaktlos per NFC bezahlen kann.

Das Manko an girogo ist, ähnlich wie beim System mit der Geldkarte, die mangelnde Akzeptanz auf Seite der Geschäfte.

Bedeutung und Akzeptanz von Girocard, V-Pay und Maestro

Bedeutung und Akzeptanz von Girocard, V-Pay und Maestro

Auf der EC-Karte sind immer die Logos der Bezahlsysteme angebracht. Girocard erkennt man an einem symbolisierten Zahlenfeld mit einem Kartenschlitz wie bei einem Geldautomaten und dem Schriftzug Girocard. Girocard ist jedoch nur in Deutschland gebräuchlich. Im Ausland wird man es nicht finden. Das Symbol für V-Pay ist ein blaugelbes großes V und Pay darunter. V-Pay, das Zahlsystem von Visa, ist in Europa sehr verbreitet und aber auch weltweit gut vertreten. Maestro ist das Zahlsystem von Mastercard und erkennbar an zwei überlappenden Kreisen in blau und rot. Maestro ist weltweit am häufigsten vertreten. Visa und Mastercard sind beides Kreditkartensysteme, die so auch am EC-Markt partizipieren.

Unterschied von EC-Karte und Kreditkarte

Unterschied von EC-Karte und Kreditkarte

Beide Karten eignen sich zum Bezahlen, beide auch zum kontaktlosen Bezahlen von Kleinbeträgen. In Deutschland besitzt die EC-Karte eine höhere Akzeptanz. Viele Einzelhändler nehmen wegen der hohen Gebühren keine Kreditkarte. Bei den Buchungen gibt es auch Unterschiede. Die EC-Karte wird sofort belastet, während die Kreditkarte erst am Monatsende abrechnet. Im Ausland jedoch ist man mit der Kreditkarte besser bedient. Selbst das Bezahlen von nur einem Bier in einem Pup in London, oder das Zahlen einer Zeitschrift an einem Kiosk wird über Kreditkarte abgerechnet. Ein Muss ist die Kreditkarte im Urlaub. Wer im Ausland ein Auto mieten will benötigt eine Kreditkarte als Sicherheit.

Fazit

Fazit

Die EC-Karte hat sich von der bloßen Autorisierungekarte von Eurocheque hin zum vollständigen elektronischen Zahlungsmittel etabliert. Sie bietet mit kontaktlosem Bezahlen eine Menge an Funktionen, wie Geldkarte. Das Bezahlen ist dank PIN und Chip als sicher einzustufen. Zudem ist das Bezahlen an sich im Geschäft kostenlos. Viele Supermärkte bieten sogar das Abheben von Bargeld wie am Bankautomaten an. Dank dieses vielen Vorzüge ist es nicht verwunderlich, dass das bargeldlose Zahlen auf dem Vormarsch ist.


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