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ETFs (Exchange Traded Funds) können auf verschiedene Arten einen Index abbilden. Für konservative Anleger eignet sich vor allem die physisch replizierende Form. Hierbei werden im Zuge einer Vollreplikation alle Aktien aus einem Index je nach ihrer Gewichtung gekauft. Größere Indizes, wie etwa der MSCI World, werden auf Grund der hohen Anzahl an verschiedenen Titeln praktisch immer nur mit einer Teilreplikation abgebildet.

Eine Teilreplikation hat durch die nicht komplette Abbildung eines Index einen kleinen Unterschied in der Performance zum Index – den Tracking Error. Auf Grund der höheren Kosten einer physischen Replikation sind solche ETFs im Regelfall minimal teurer als andere ETFs.

Eine andere Form der Abbildung ist die synthetische Replikation. Hierbei werden keine Wertpapiere selbst gekauft, sondern der ETF-Anbieter bildet den Index über derivative Finanzprodukte ab. Hierdurch wird eine wesentlich genauere Abbildung des Index erreicht und es besteht kein oder nur ein sehr geringer Tracking Error.

Im Vergleich zu physisch replizierenden ETFs sind synthetische ETFs bedeutend günstiger, allerdings ist hier auch das Risiko für den Anleger etwas höher. Rutscht das Finanzinstitut, mit dem der Emittent des ETFs das Swap-Geschäft – also das Derivat – eingegangen ist, in die Insolvenz, so drohen im schlimmsten Falle Ausfälle in Höhe von bis zu 10 %.

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