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Wachstumsaktien sind solche von Unternehmen, die entweder noch nicht sehr alt sind oder in besonders wachstumsgetriebenen Branchen agieren – das Musterbeispiel hierfür ist der amerikanische Konzern Amazon. Diese Unternehmen erzielen im Regelfall relativ wenig bis gar keinen Gewinn, weil große Teile des Umsatzes im Unternehmen reinvestiert werden. In der Folge halten bekannte Bewertungskriterien keine ausreichende Aussagekraft bereit.

Das KGV, das insbesondere von Privatanlegern gerne herangezogen wird, versagt bei Wachstumsaktien völlig. Einerseits wird der Gewinn durch hohe Reinvestitionen des Umsatzes klein gehalten, andererseits erzielen viele Wachstumsaktien (noch) überhaupt keine Gewinne.

Hier eignet sich das KUV, also das Kurs-Umsatz-Verhältnis, deutlich besser zur Abbildung der Unternehmensentwicklung. Hohe Kosten oder Reinvestitionen werden hierbei zwar nicht mit einberechnet, dies ist bei Wachstumsaktien jedoch ohnehin fast immer der Fall.

Auch die Dividendenrendite versagt hier, da Dividenden nur aus operativen Gewinnen ausgeschüttet werden dürfen und Wachstumsaktien folglich wenig bis gar keine Dividende ausschütten. Die Dividendenrendite und in der Folge auch die Ausschüttungsquote sollten bei der Bewertung von Wachstumsaktien völlig außer Acht gelassen werden.

Wer Aktien von Wachstumsunternehmen kaufen möchte, sollte die Eigenkapitalquote nicht aus den Augen verlieren. Wenn ein Unternehmen es über Jahre hinweg nicht schafft, das Wachstum aus immer mehr Eigenkapital zu finanzieren, wird das Wachstum über teure Schulden erkauft. Eine steigende Eigenkapitalquote spricht für ein solides und auf Nachhaltigkeit ausgelegtes Wachstum.

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