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Festgeldkonto

Aber was ist Festgeld, bzw. eine Termineinlage überhaupt und welche Eigenschaften besitzt diese Anlageform? Ganz einfach: Ein Festgeldkonto ist eine Anlageform, bei der Kapital in einer bestimmten Höhe zu einer bestimmten Laufzeit angelegt wird und das zu einem bestimmten Prozentsatz an Zins, der vorher festgelegt wird. Während der Laufzeit kann auf das Kapital nur mit Sonderzahlungen zugegriffen werden. Die Kündigungsfrist beträgt bei einer Termineinlage dabei immer mindestens einen Monat.

Da Festgeld vergleichsweise wenig Zinsen bringt, lohnt sich die Anlage von Geld in diese Anlageform erst aber einer mittleren bis langen Anlagedauer. Hier sollte man mehrere Jahre einplanen. Das bedeutet: Nur Geld in ein Festgeldkonto investieren, wenn dies sicherlich die nächsten Jahren nicht zwingend gebraucht wird. Für konservative Sparer, denen die Sicherheit ihres Vermögens wichtiger ist, als kurzfristige Gewinne oder eine hohe Verfügbarkeit des Kapitals, ist das Festgeld die erste Wahl, wenn es um Geldanlagen geht.

Wer bietet Festgeldkonten an?

Verschiedene Banken und Kreditinstitute bieten Festgeldkonten an, beinahe jedes größere Bankhaus verfügt über eigene Produkte in diesem Bereich. Die jeweiligen Angebote unterschieden sich dabei nur minimal voneinander, insbesondere im Bereich der Verzinsung. Infolge dessen sollten Anleger hier einfach darauf achten, dass das Geld bei einer bekannten Bank mit guter Kapitaldecke angelegt ist und die Verwaltung des Kapitals einfach und ohne große Umstände von Statten geht.

Bedingungen zur Eröffnung eines Festgeldkontos

Die Eröffnung eines Festgeldkontos geht in der Regel schnell und einfach vonstatten. Der Interessent muss jedoch zunächst einige Bedingungen erfüllen, um dazu berechtigt zu sein, ein solches Konto zu eröffnen. Zunächst muss der Kontoinhaber das 18. Lebensjahr vollendet haben, also volljährig sein. Die Geschäftsfähigkeit darf in keinesfalls eingeschränkt sein, der Antragsteller muss also als voll geschäftsfähig gelten. Das Konto kann außerdem nicht für Dritte, sondern nur im eigenen Namen und auf eigene Rechnung eröffnet werden.

Eine weitere Bedingung zur Öffnung des Festgeldkontos ist, dass sich der gewünschte Anlagebetrag des Kontoinhabers innerhalb der geforderten Mindest- beziehungsweise Maximaleinlagebeträge, welche seitens der Bank vorgeschrieben werden, befindet. Einige Banken haben zwar diese Betragsgrenzen inzwischen vollständig gestrichen, so dass man ab dem ersten Euro ein eigenes Festgeldkonto eröffnen kann, allerdings stellen diese Kreditinstitute immer noch die Minderheit dar. In der Regel liegt die Mindesteinlage irgendwo zwischen 1.000 Euro und 5.000 Euro. Die Maximaleinlage ist dagegen oft nicht begrenzt, lediglich bei einigen Anbietern, die besonders hohe Zinssätze bieten, kann der Anleger mit einer Beschränkung rechnen.

Festgeld bei Direktbank oder Hausbank?

Insbesondere bei Internet- und Direktbanken gilt als Bedingung für die Eröffnung eines Festgeldkontos außerdem, dass ein zusätzliches Girokonto als Verrechnungskonto mit eröffnet wird. In diesem Fall sollten Sie beim Kreditinstitut nachfragen, ob es möglich ist, ein Girokonto mit Tagesgeldfunktion als Verrechnungskonto zu nutzen. Damit erhalten Sie auf Ihre Auszahlungen von Festgeldkonto wesentlich höhere Zinsen, als bei einem einfachen Girokonto. Falls Sie das Festgeldkonto dagegen bei Ihrer Hausbank oder einer anderen Filialbank eröffnen möchten, gibt es mit dem Verrechnungskonto in der Regel keine Probleme, da sich hier ein bereits vorhandenes Gehalts- beziehungsweise Girokonto nutzen lässt.

Sind nun all diese Faktoren erfüllt, steht der Eröffnung des Festgeldkontos lediglich noch die so genannte Legitimationsprüfung im Weg. Dabei wird geprüft, ob Sie wirklich die Person sind, als die Sie sich in den Antragsunterlagen ausgeben. Sofern Sie das Konto bei Ihrer Hausbank eröffnen, ist dieser Prozess schnell und einfach abgehakt – es genügt in der Regel, wenn Sie Ihren Personalausweis vorlegen.

Konto eröffnen und identifizieren

Bei der Kontoeröffnung bei einer reinen Internet- oder Direktbank wird die Legitimationsprüfung in fast allen Fällen durch das PostIdent-Verfahren vorgenommen. Dafür füllen Sie zunächst online den Kontoeröffnungsantrag aus und bekommen diesen ein paar Tage später zusammen mit allen anderen nötigen Unterlagen per Post zugeschickt. Nach dem eventuellen Vervollständigen des Antrags und anschließender Unterschrift gehen Sie mit den Unterlagen zur Post und legen diese am Schalter zusammen mit Ihren Personalausweis zur PostIdent Prüfung vor.

Der Postmitarbeiter prüft und vergleicht nun die Daten auf den Anträgen mit denen auf Ihrem Personalausweis und gibt bei Übereinstimmung sein Okay in Form einer Unterschrift. Anschließend kann das gesamte Material in einem speziellen Umschlag zur Bank geschickt werden. Nach Ankunft wird der Kontoeröffnungsantrag dann ganz normal wie bei jeder Filialbank weiter bearbeitet. Den PostIdent-Vorgang ersetzen manche Anbieter auch durch eine Video-Legitimation, die über einen externen Anbieter abgewickelt wird. Diese Methode vereinfacht das Prozedere und beschleunigt die Kontoeröffnung für Ihr neues Festgeldkonto.

Was kostet ein Festgeldkonto?

Bei vielen modernen Online- und Direktbanken zahlen Sie für die Eröffnung und Führung eines Festgeldkontos keinerlei Gebühren. Inzwischen folgen auch einige Filialbanken diesem Trend, jedoch ist die Zahl hier immer noch stark in der Minderheit. Das heißt, Sie müssen bei den meisten Filialbanken immer noch Gebühren für die Führung eines Festgeldkontos bezahlen.

Zunächst gilt es, die für Sie infrage kommenden Anbieter von Festgeldkonten objektiv miteinander zu vergleichen, um das günstigste Modell für Ihre persönlichen Anforderungen zu finden.

Neben den eigentlichen Kontoführungsgebühren müssen dabei auch die Gebühren für ein zusätzliches Verrechnungskonto mit berücksichtigt werden. Oft versuchen Direktbanken nämlich, entgangenen Gewinn aus dem Angebot des kostenlosen Festgeldkontos über die Gebühren für das Referenzkonto wieder einzuspielen. Achten Sie darauf und beziehen Sie alle anfallenden Kosten und Gebühren in Verbindung mit der Festgeldanlage in Ihre Berechnungen mit ein. Nur so können Sie das günstigste Angebot finden.

Die eben genannten Tipps gelten übrigens auch, wenn die betreffende Bank zwar mit einer Gebührenfreiheit des Festgeldkontos wirbt, diese aber nur dann gewährt, wenn Sie Kapital in einer bestimmten Höhe einzahlen. Oft wird vordergründig und plakativ mit einem kostenlosen Festgeldkonto beworben, doch wenn man schließlich im Kleingedruckten nachliest, erfährt man, dass das Konto z. B. erst ab einer Einlage von 10.000 Euro kostenfrei ist. Berücksichtigen Sie solche Faktoren unbedingt.

Als letzter Punkt sollen hier noch die Kosten für eine eventuelle Kündigung während der Laufzeit der Festgeldanlage angesprochen werden. Auch diese ist ein ganz wichtiger Faktor in jeder Kostenkalkulation. Sollte es einmal dazu kommen, dass Sie die Festgeldanlage vorzeitig auflösen müssen, können die dabei entstehenden Kosten sehr heftig ins Kontor schlagen. Nähere Informationen dazu erhalten Sie im folgenden Abschnitt. Berücksichtigen Sie diese Kosten aber unbedingt schon während der Planung der Anlage.