Skip to main content

Beliebte Inhalte: Kredit | Konto | AktienTrading | Lexikon

Immer mehr Banken bauen Filialen ab

Banken schließen Filialen

Banken schließen Filialen

In Deutschland und Österreich schließen immer Banken große Teile ihrer Filialen. Die Gründe dafür sind vielseitig: von der wachsenden Konkurrenz von Online-Direktbanken über die steigenden Kosten für Immobilien in bester Lage bis hin zur sinkenden Nachfrage nach direkter und persönlicher Beratung. Damit geht für viele Kunden, die bisher die persönliche Beratung und den individuellen Kontakt mit ihrem Bankberater vor Ort geschätzt haben, eine große Umstellung einher.

Schon jetzt stehen Konsumenten oft vor dem Problem, keine Filiale ihrer Bank oder Versicherung vor Ort zu haben. Online Banking verlagert große Teile des Geschäfts. Kleine Versicherungsbüros und lokale Bankfilialen sind nicht mehr ausgelastet und rentabel. Experten gehen davon aus, dass dieser Trend weiter wächst. Innerhalb der nächsten fünf Jahre soll jede vierte Versicherungsagentur und jede fünfte Bankfiliale ihre Pforten schließen.

Keine Freiheit ohne Nachteile

Für viele Finanzgeschäfte im Alltag ist der Weg in eine Filiale der Bank oder zur Versicherung unnötig. Kunden schätzen die Zeitersparnis und den geringen Aufwand über das Telefon oder das Online Banking. In der Zukunft werden Konsumenten in Österreich immer öfter über einen Chat oder eine Videokonferenz mit einem Bank- oder Versicherungsberater kommunizieren. Bei schwierigen Fragen und beratungsintensiven Themen stoßen diese modernen Kommunikationswege schnell an ihre Grenzen.

Kunden erwarten Flexibilität

Die Erwartungen der Verbraucher haben sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Je nach Bedarf wünschen sich Konsumenten die verschiedensten Zugangswege zu ihrer Bank oder ihrer Versicherung. Einfache Dinge regeln sie bereits heute gerne, ohne den Weg in die Niederlassung auf sich zu nehmen. Online und frei von Öffnungszeiten oder Beratungsterminen zu sein, bietet unbestreitbar einige Vorteile. Für eine Beratung und den Vergleich von verschiedenen Angeboten ist dagegen für die Mehrzahl der Konsumenten der direkte Kontakt zu einem Berater vor Ort wichtig.

Klassische Hausbanken tun sich erfahrungsgemäß schwer damit, ihre bisher fast ausschließlich vor Ort angebotenen Dienstleistungen ins Internet zu transferieren. Direktbanken, die von Anfang an nur ein Onlinekonto anbieten, haben es hier bedeutend leichter. Die oft viel geringeren Gebühren bei Direktbanken machen den Hausbanken schwer zu schaffen. Der zunehmende Kostendruck durch die niedrigen Zinsen sorgen weiterhin für einen hohen Spardruck auf Seiten der Geldhäuser.

Finanzberatung ist unverzichtbar

Der Vorstand des Österreichischen Verbandes für Financial Planners (AFP) Siegler ist sicher, dass Menschen die Finanzberatung brauchen. Er führt an, dass der Staat zwar eine Fürsorgepflicht besitzt, aber er nicht alle Lebens- und Risikobereiche abdecken kann. Konsumenten sind daher bei Themen wie der privaten Pensions- oder Invaliditätsvorsorge auf einen Finanzberater angewiesen. Wer sich nicht selbst mit diesen Themen auseinandersetzen kann, sollte also nach Alternativen Ausschau halten.

Die neuen Strukturen hinterlassen eine Lücke

Das größte Problem der zunehmenden Schließung von Filialen klassischer Hausbanken: Der fehlende Zugang zu Filialen von Banken und Versicherungen direkt in der Umgebung hinterlässt eine Beratungslücke bei den Konsumenten. Finanz- und Vermögensberater bieten in der Zukunft die ideale Alternative. Sie nehmen den Platz als fester Ansprechpartner beim Kunden ein. In einem gewachsenen Vertrauensverhältnis können sie auf die individuellen Bedürfnisse der Konsumenten eingehen.

Insbesondere in ländlichen Gebieten ist es teilweise nicht mehr möglich, ohne großen Zeitaufwand Bargeld vom eigenen Bankkonto abzuheben. In Anbetracht der Tatsache, dass gerade ältere Menschen den persönlichen Kontakt mit den Bankangestellten wollen, schwindet der Zugang zu Finanzdienstleistungen abseits der Metropolregionen rapide.


Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *