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Alles rund um die Einlagensicherung

Bei der Einlagensicherung geht es darum, die Einlagen bei Festgeld und Tagesgeld, sowie Sparbücher und Girokonten im Falle einer Insolvenz der Banken zu schützen. Des Weiteren gibt es bestimmte Systeme, die auf das Vermögen von Wertpapieren und Versicherungen abgestimmt sind.

Konzipiert ist diese Einlagensicherung im Speziellen für den Fall, dass die Banken oder eines der Mitgliedsunternehmen eine finanzielle Pleite erleiden oder in eine finanzielle Schieflage geraten. In diesem Fall tritt die Einlagensicherung in Kraft. Diese Einlagensicherung sorgt dafür, dass die Ersparnisse der Anleger bei den Banken nicht verlorengehen. In der Regel greift die Einlagensicherung bis zu einer Höhe von 100.000 Euro, aber es hängt auch von den jeweiligen Banken ab, bis zu welcher Höhe Guthaben und Zinsen erstattet werden und welchen Einlagensystemen die jeweiligen Banken angehören.

Deshalb auch bei einem Tagesgeld Vergleich auf die Einlagensicherung achten. Die Einlagensicherung als Absicherung greift bei Festgeldkonten mit Zinsgarantie ebenso wie für Konten ohne Garantie auf die Zinshöhe bei der Zinsgutschrift der Tagesgeldzinsen. Die Einlagensicherung als Absicherung greift bei Festgeldkonten mit Zinsgarantie ebenso wie für Tagesgeldkonten ohne Zinsgarantie bei der Zinsgutschrift der Tagesgeldzinsen.

Von wem wird die Einlagensicherung geregelt?

Vorgegeben werden die Minimalstandards für die Einlagensicherung von der obersten Stelle, der EU. Da das Vertrauen in die Banken durch die Krisen der letzten Jahre seitens der Anleger stark gelitten hat, wurden die Rahmenbedingungen der Einlagensicherung immer weiter nach oben korrigiert. In diesem Fall spricht man von der Sicherungsgrenze der Einlagensicherung. Zuerst lag der Betrag der Einlagensicherung bei 20.000 Euro, dann stieg der Betrag auf 50.000 Euro und nun liegt dieser bereits bei 100.000 Euro. Bei einem Tagesgeld Vergleich werden Sie auch darauf hingewiesen.

Für den Fall einer Pleite der Banken wurde auch die Abwicklung neu geregelt. Es dürfen nun nicht mehr 21 Tage vergehen, bis die Kunden durch die Einlagensicherung der Banken entschädigt werden. Dies sind Vorschriften, die für die Eurozone in entsprechendes nationales Recht umgewandelt und in den Tagesgeld Vergleich integriert wurde.

In Deutschland greifen seitdem mehrere Einlagensicherungssysteme, die den EU Richtlinien entsprechen. Für die Einlagensicherung in Höhe von 100.000 Euro sind die Entschädigungseinrichtungen der privaten Deutschen Banken sowie die Entschädigungseinrichtungen der öffentlichen Banken zuständig. Ein Klick auf den Link „Einlagensicherung“ in der Tagesgeld Vergleich Tabelle liefert Ihnen weitere Infos.

Hintergrund und Geschichte der Einlagensicherung

Die Einlagensicherung, wie sie bei Tagesgeld und Festgeld greift, ist sehr eng mit der Geschichte des Bankwesens und seiner Krisen verbunden. Denn jede Geldanlage, also auch Tagesgeld oder Termingeld, ist mit einem Ausfallrisiko verbunden. Weil es immer wieder zu spektakulären Bankenpleiten kam, wurde schon relativ früh eine Art Einlagensicherung eingeführt.

So gründete der deutsche Genossenschaftsverband bereits 1937 eine Art Einlagensicherung. Für die privaten Banken foltge 1966 eine Einlagensicherung, während bei Sparkassen die sogenannte Gewährträgerhaftung als Einlagensicherung fungierte. Im Vergleich zur heutigen Einlagensicherung war dieses System aber noch relativ lückenhaft.

So führte 1974 die Pleite der Herstatt-Bank zu einer umfassenden Reform der Einlagensicherung. Eine gesetzliche Pflicht, der Einlagensicherung beizutreten, wurde jedoch nicht eingeführt. Erst 1986 sprach die EU-Kommission eine Empfehlung aus, die Banken zu Verpflichtung, an der Einlagensicherung teilzunehmen. 1997 wurde aus dieser Empfehlung eine verbindliche Richtlinie.

Auf folgende Arten erfolgt die Einlagensicherung

Nach der aktuellen Rechtslage erfolgt die Einlagensicherung für Einlagen wie Tagesgeld und Termingeld auf folgenden vier Ebenen, womit die Gelder im Vergleich zur vorherigen Rechtslage relativ sicher sind:

Als wichtige Maßnahme der Einlagensicherung gelten die Eigenkapitalvorschriften. Diese wurden im Vergleich zu vorher erheblich angehoben. Dadurch sollen auch bei einer Pleite Einlagen wie Festgeld und Tagesgeld noch an die Anleger ausgezahlt werden können.

Ein weiteres Kernstück der Einlagensicherung ist die Haftung innerhalb der Bankengruppe. Weil Banken meist entweder Teil eines Konzerns oder zumindest einer Bankengruppe sind, in welcher gegenseitige Haftungsregelungen existieren, werden diese zur Einlagensicherung von Spareinlagen wie Termingeld und Tagesgeld herangezogen.

Freiwillige Einlagensicherung der Bundesrepublik Deutschland

Darüber hinaus gibt es die freiwilligen Systeme der Einlagensicherung. Diese beinhalten unter anderem den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes der deutschen Banken sowie des Bundesverbandes der öffentlichen Banken.

Wonach richtet sich die Einlagensicherung?

Die Sicherungsgrenzen der Einlagensicherung, die von diesen Fonds abgedeckt werden, sind ungleich höher als die gesetzlichen. Banken, die sich mehr oder weniger in öffentlicher Hand befinden, arbeiten ohne eine feste Grenze der Einlagensicherung. Das bedeutet, dass die Einlagensicherung der Sparguthaben zu 100 Prozent und damit in voller Höhe geschützt ist. Durch den Bundesverband deutscher Banken richtet sich die Einlagensicherung nach dem jeweiligen Kapital der Mitgliedsunternehmen.

Der Wert steht aktuell bei 30 Prozent, allerdings soll die Quote bis zum Jahr 2025 auf 8,75 Prozent sinken. Somit sind mehrere Millionen Euro pro Kunde durch die Einlagensicherung der Banken abgesichert. Genossenschafts- und Raiffeisenbanken sowie auch die Sparkassen arbeiten mit einer eigenen Einlagensicherung. Für Wertpapiere ist die spezielle Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen zuständig, die im Schadensfall 90 Prozent begleicht, allerdings nur bis zu einer Höhe von maximal 20.000 Euro.

Staatsgarantie als Einlagensicherung

Die Staatsgarantie geht im direkten Vergleich weit über die Einlagensicherung der Banken hinaus. Eine gesetzliche Regelung zur staatlichen Einlagensicherung wurde im Zuge der Finanzkrise 2008 zwar diskutiert aber nicht umgesetzt. Stattdessen hat die Bundesregierung am 5. Oktober 2008 eine Bürgschaft als eine Art der Einlagensicherung übernommen. Damit sollen die Einlagen der Bürger, also auch Tagesgeld und Festgeld, im schlimmsten Fall gesichert sein. In Folge der Finanzkrise wurde die Einlagensicherung in Deutschland zum 1. Juli 2009 auf 50.000 Euro erhöht.

Zum 31. Dezember 2010 erfolgte eine weitere Erhöhung der Einlagensicherung auf 100.000 Euro. Damit orientiert sich Deutschland bei der Einlagensicherung im Vergleich an das internationale Niveau. Vorreiter in Sachen Einlagensicherung waren jedoch die Österreicher. Hier musste die Einlagensicherung bereits nach der Pleite der BHI einspringen. Diese und drei weitere Bankenpleiten kosteten die Einlagensicherung insgesamt 140 Millionen Euro.

Am 8. Oktober 2010 hat der österreichische Ministerrat ebenfalls die unbeschränkte Einlagensicherung beschlossen. Im Vergleich zu Deutschland gelten hier also im Prinzip dieselben Regelungen. Auch für die nötige Transparenz ist in Österreich gesorgt: Ob eine Bank der Einlagensicherung angeschlossen ist, lässt sich auf der Homepage der Einlagensicherung Österreich einsehen.

Auf europäischer Ebene gibt es eine Vereinigung für die Einlagensicherung, an die sich jede europäische Einlagensicherung anschließen kann. Auch außerhalb der Europäischen Union gibt es Regelungen zur Einlagensicherung. Bis zu einer Summe von insgesamt sechs Milliarden Schweizer Franken Unterliegen Einlagen, darunter auch Tagesgeld und Termingeld der Einlagensicherung. Die EG-Richtlinie zur Einlagensicherung wurde von jedem Mitgliedsstaat etwas anders umgesetzt.

Wer sein Geld außerhalb von Deutschland, beispielsweise in Form von Tagesgeld oder Termingeld, anlegen möchte, sollte also auch einen Vergleich bezüglich der Einlagensicherung anstellen. Besitzt eine Bank eine Niederlassung in einem anderen Land, gelten bezüglich der Einlagensicherung die Vorgaben des Heimatlandes. Auch Großbritannien, das bis 2010 andere Regelungen hatte, hat sich bezüglich Einlagensicherung dem europäischen Standard angepasst.