Darauf müssen Sie bei der Geldanlage achten

Wichtige Tipps zur Geldanlage
Wichtige Tipps zur Geldanlage
Wichtige Tipps zur Geldanlage

Ob für die Altersvorsorge, dem Kapitalaufbau zum Kauf oder Bau einer Immobilie oder dem Sparen auf eine kommende Investition wie beispielsweise der Anschaffung eines Autos, die Kapitalanlage hilft bei allen genannten Punkten. Denn in Zeiten der Niedrigzinspolitik in Europa genügt es für Konsumenten oftmals nicht, übrig gebliebenes Gehalt auf dem Giro- oder Sparkonto anzusparen.

Damit die Geldanlage zu dem Bedarf des Sparers passt, sollten einige Punkte besonders berücksichtigt werden. Diese werden im Folgenden genauer betrachtet und erläutert.

Unsere Redaktion zeigt in diesem Beitrag, worauf es bei der Wahl der passenden Strategie zur Geldanlage wirklich ankommt. Sowohl das Risiko, als auch die Liquidität und die Renditechancen spielen dabei eine gewichtige Rolle. Nur wenn man sämtliche Aspekte einer bestimmten Anlageform genau untersucht, kann man die für die eigene Situation perfekte Form der Geldanlage finden.

Der Risikogehalt der Geldanlage

Die ausgewählte Geldanlage sollte vor allem zu den Risikovorstellungen des Sparers passen. Besonders wichtig ist dies, falls eine bestimmte Wertgrenze des investierten Kapitals möglichst nicht unterschritten werden sollte. Generell sollten Anleger, die an den Aktienmärkten investieren wollen, mit einer Wertschwankung des Portfolios von durchschnittlich bis zu 20% pro Jahr rechnen. An den Anleihemärkten ist eine solch große Schwankungsbreite nicht gegeben.

Allerdings können durch rasche Zinsänderungen an den Märkten ebenfalls Verluste von ca. 5% p.a. zustande kommen. Bei Sparprodukten wie zum Beispiel Tagesgeld- und Sparkonten oder Termingeldern ist eine solche Wertschwankung nicht vorhanden. Diese Produkte gelten als sehr konservativ, da sie darüber hinaus pro Kunde und pro Kreditinstitut mit bis zu EUR 100.000 der gesetzlichen Einlagensicherung Deutschlands unterliegen.

Liquidität: Flexibilität beim Investieren

Ein weiterer Gesichtspunkt, welcher bei der Auswahl der Geldanlage berücksichtigt werden sollte, ist die Liquidität der Kapitalanlagen. Sollte der Anleger das investierte Vermögen zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigen, sollte dieses zu diesem Zeitpunkt auch möglichst ohne größere Wertverluste veräußerbar sein. Dies ist bei Sparprodukten in der Regel der Fall, da die meisten Banken in der Regel auch Produkte mit einer Kündigungsfrist oder einer Mindestlaufzeit aus Kulanzgründen vorzeitig auflösen können. An den Renten- und Aktienmärkten trifft dies nur bedingt zu.

Im Falle stärkerer Marktverwerfungen können die Kapitalanlagen entweder gar nicht oder nur mit hohen Kurseinbußen verkauft werden. Anleger sollten sich daher des Liquiditätsrisikos bewusst sein und die Kapitalanlage auch darauf auslegen. Eine Investition in die Rentenmärkte sollte daher erst mit einem Anlagehorizont von mindestens 1-3 Jahren erfolgen. An den Aktienmärkten sollten Anleger eine höhere Zeittoleranz mitbringen. Hier ist ein Investitionszeitraum von mindestens 5 Jahren ratsam.

Auf die Renditechancen kommt es an

Die Rendite ist für die meisten Anleger die wichtigste Eigenschaft einer Geldanlage, sie sollte jedoch stets ins Verhältnis zu den anderen Auswahlkriterien gesetzt werden. Die Rendite ist der jährliche Gewinn, den eine Geldanlage in Form von Zinsen, Dividenden oder Kursgewinnen erwirtschaftet. Je höher die Rendite, desto höher fällt auch der Portfoliowert am Ende des Investitionszeitraums aus. Allerdings geht in der Geldanlage eine höhere Rendite in der Regel auch stets mit gesteigertem Risiko einher. Die Rendite bei Tagesgeld- und Sparkonten bzw. Termingeldern liegt aufgrund des herrschenden Niedrigzinses in der Eurozone aktuell bei etwa 0,00% bis 0,75% per annum.

Dahingegen können Portfolios, die Renten enthalten je nach Rating der Papiere bis zu etwa 1% pro Jahr erwirtschaften. An den Aktienmärkten sind die Rendite-Aussichten aufgrund des gesteigerten Risikos deutlich höher. Aktien von Unternehmen, die eine strikte Dividendenpolitik verfolgen, können jährlich bis zu ca. 7% der Investitionssumme an ihre Aktionäre ausschütten. Die Kursentwicklung von Aktien ist dahingegen deutlich schwerer zu prognostizieren, jedoch lag die Entwicklung des Dax in den letzten 30 Jahren inklusive ausgeschütteter Dividenden bei etwa 9% pro Jahr.

Fazit: das Wichtigste zur Geldanlage

Bei der Auswahl der bestgeeignetsten Geldanlage für Sparer sind diese Punkte dringend zu beachten. Risiko, Liquidität und Rendite sollten in Einklang gebracht werden und wenn möglich eine Mischung aus Anlageprodukten abgeschlossen werden. Eine solche Mischung erhöht die Diversifikation des Portfolios und macht sie somit widerstandsfähiger gegenüber Marktschwankungen. Durch die Abwägung der oben genannten Punkte, einer breiten Diversifikation und einem ausreichend langen Anlagehorizont sind die wichtigsten Ausgangspunkte für eine erfolgreiche Geldanlage geschaffen.


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