Skip to main content

Die Woche an der Börse: Wochenreport KW14

Die-Woche-an-der-Börse-Wochenreport-KW14

Wochenreport

Wochenreport

Die vergangene Woche schloss das erste Quartal 2020 ab und war damit auch die erste Woche in Q2/20. Sie war durchzogen. Die in den vergangenen Wochen herrschende Unsicherheit war jedoch auch diesmal deutlich zu spüren. Die globalen Aktienmärkte verzeichneten bis zur Wochenmitte vermehrt Zuwächse von bis zu 5%, gaben diese jedoch in der zweiten Wochenhälfte größtenteils wieder ab.

Aktien

Vor allem deutsche Aktien sind gut in den Handel gestartet und eroberten im Dax sogar zwischenzeitlich die 10.000er Marke zurück. Allerdings hatten starke Preisschwankungen an den Ölmärkten dazu geführt, dass der deutsche Leitindex seine Handelswoche mit einer Performance von -0,06% beendete und wieder auf 9.526 Punkte zurückfiel. Besonders stark haben sich Werte entwickelt, die von den Folgen der Corona-Krise profitieren könnten. Darunter fallen Fresenius Medical Care (+3,3%), Bayer (+2,1%) und Henkel (+1,8%). Den Gewinnern gegenüber standen besonders die Unternehmen gegenüber, welche von den Einschränkungen der Regierungen besonders betroffen sind. Die MTU Aero Engines (-25,3%) und die Lufthansa (-17,8%) sind aufgrund der schwächelnden Luftfahrtbranche stark gefallen und auch Daimler (-14,9%) gab die Gewinne aus der letzten Woche größtenteils wieder ab.

In den USA sorgte man sich nicht nur aufgrund der Rohstoffpreise, sondern auch wegen der hohen Zahlen der Arbeitslosenerstanträge der vergangenen Wochen. Hier gingen in den vergangenen Wochen etwa zehn Millionen ein, so viele wie nie zuvor. Der S&P 500 verlor in den vergangenen 5 Handelstagen 2,45% und fiel erneut auf den Stand von 2.489 Punkten. Dennoch beendete etwa ein knappes Drittel der im S&P 500 enthaltenen Werte die Woche mit einer positiven Performance.

Am stärksten stiegen die Aktien der Ölförderer Devon Energy (+33,2%), Diamondback Energy (+32,3%) und Halliburton (+19,1%). Das dürfte vor allem durch Spekulationen auf bald wieder steigende Ölpreise ausgelöst worden sein. Die Tourismusbranche, welche während des aktuellen wirtschaftlichen Abschwungs in Q1/20 bereits drastische Kurseinbrüche verbuchen musste, startete auch in das zweite Quartal mit tief roten Zahlen. Die Kreuzfahrtgesellschaften Carnival Paired (-41,1%), Royal Caribbean Cruises (-29,6%) und Norwegian Cruise Line (-29,3%) büßten so sehr große Teile ihrer Marktkapitalisierung ein.

Im Gegensatz zu Europa und den USA entwickelte sich der Hang Seng in Hong Kong auf Wochensicht mit einem Plus von 0,94% und einem Endstand 23.236 Punkte weitgehend positiv. Der japanische Leitindex zählte in dieser Woche jedoch zu den stärksten Verlierern an den globalen Aktienmärkten. Mit einem Endstand von 17.820 Punkten verlor der Nikkei ganze 4,93%.

Anleihen & Zinsen

An den Anleihemärkten ging es im Vergleich zu den vergangenen Wochen etwas ruhiger zu, durch leichte Kursverluste stieg die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen jedoch leicht an und steht aktuell bei -0,436%. Ein Thema, das Anleiheinvestoren jedoch besonders stören dürfte, ist die weiterhin fehlende Liquidität an den Märkten und die daraus resultierenden weiten Geld-Brief-Spannen.

Auch an den US-amerikanischen Bondmärkten konnte das neulich aufgesetzte Anleihekaufprogramm der Zentralbank die Liquiditätssituation nicht aufbessern. Aufgrund leichter Kursgewinne fiel die Rendite zehnjähriger Treasuries auf aktuell 0,5853%.

Öl & Gold

Die bereits zuvor erwähnten Preisschwankungen an den Ölmärkten erreichten in dieser Woche ein gewaltiges Ausmaß. Der Preis für ein Barrel Brent startete am Montag mit 21 USD und rutschte zur Wochenmitte auf bis zu 15 USD ab. Die Ankündigungen, dass China seine Ölreserven aufgrund der aktuell niedrigen Preise aufstocken werde und US-Präsident Donald Trump zwischen Russland und Saudi-Arabien im Streit um die Ölfördermengen als Vermittler tätig sein will, sorgten aber für eine Entspannung. Dadurch ging das Öl mit einem Preis von 23 USD pro Barrel und einer sogar positiven Wochenperformance von +9,5% aus dem Handel.

Beim Goldpreis zeigte diese Woche eine leichte Korrelation mit dem Ölpreis. So verlor die Feinunze im Laufe der Woche rund 3,5% an Wert, konnte die Kursverluste jedoch beinahe komplett ausgleichen. So steht das Gold mit einer Entwicklung von –0,5% bei aktuell 1.616 USD pro Feinunze.

Zahl der Woche: 50

So viele Unternehmen enthält der S&P 500, die aktuell eine Marktkapitalisierung von über 100 Mrd. USD aufweisen. Darüber hinaus existieren mit Apple und Microsoft zwei Unternehmen, die sogar den Börsenwert von einer Billion USD überschreiten. In Deutschland zeigt sich dahingegen ein sehr mageres Bild. Die SAP ist derzeit das einzige börsengelistete Unternehmen in Deutschland, das den Wert von 100 Mrd. USD übertrifft.


Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Do NOT follow this link or you will be banned from the site!