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Die Woche an der Börse: Wochenreport KW 13

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Die dreizehnte Kalenderwoche war für Investoren ein Lichtblick inmitten der aufgrund von COVID-19 vorherrschenden Unsicherheit an den Börsen. Nachdem in den vergangenen Wochen ein Abverkauf über alle Assets hinweg vor allem zur Liquiditätsbeschaffung stattfand, scheint es so, als würden die ersten Anleger wieder auf der Käuferseite zuschlagen.

Aktien

Die Aktienmärkte haben eine höchst erfolgreiche Woche hinter sich gebracht, in welcher der Dax den viertbesten Tag (relative Performance) seiner Geschichte feiern konnte. Der deutsche Leitindex kletterte auf Wochensicht um erstaunliche 12,8% auf den aktuellen Stand von 9.633 Punkten. Zu den größten Wochengewinnern zählen Fresenius (+22,7%) und Daimler (+20%), wohingegen die deutsche Telekom mit -3,2% und die Lufthansa mit -1,3% zu den schwächsten Titeln der Woche gehören.

Ein ähnliches Bild zeichnete sich auch in den USA ab, wo auch der Dow Jones die viertbeste Tagesperformance (relative Performance) seit seiner Auflegung aufs Parkett brachte. Der Dow Jones steht somit nach einer Wochenperformance von +14% bei rund 21.637 und der S&P 500 nach einem Plus von 13,3% bei 2.541 Punkten. Die klaren Gewinner waren in der KW 13 die Unternehmen aus den Flug- und der Ölförderungsbranchen, welche seit Beginn der Coronakrise deutlich Kurseinbrüche verzeichnen mussten. Auf der Verliererseite stehen zum Wochenende somit vor allem die Unternehmen aus dem nicht-zyklischen Konsum nachdem sich diese in den vergangenen turbulenten Wochen deutlich stabiler als der breite Markt gezeigt hatten.

An den asiatischen Börsen hat der Hang Seng auf Wochensicht etwa 8,4% auf 23.484 Punkte zugelegt. Obwohl China lange Zeit das Epizentrum der Corona-Epidemie war, konnte sich der Index auf einem vergleichsweise moderaten Verlustniveau von aktuell -16,7% YTD halten. Der japanische Leitindex hatte zwischenzeitlich deutliche Abschläge zu verzeichnen, konnte sich jedoch mit einer Wochenperformance von +16,1% auf eine YTD-Entwicklung von -16,4% auf 19.389 Zähler stabilisieren.

Anleihen & Zinsen

Die Märkte für Schuldverschreibungen leiden aktuell deutlich unter fehlender Liquidität, was sehr typisch für Krisenzeiten ist. Allerdings konnten sich in dieser Woche auch Anleihen etwas stabilisieren und den panikähnlichen Abverkäufen vorerst Einhalt gebieten. Dies sollte vor allem durch den verstärkten Fokus auf die Stützungsmaßnahmen der EZB, die ihre Anleihekaufprogramme auf etwa 750 Mrd. EUR ausweitete, passierte sein. So fiel die Rendite von zehnjährigen Bundesanleihen von -0,336 leicht auf 0473.

Auch in den USA spiegelt sich diese Entwicklung wieder. Obwohl die EZB in der Eurozone starke Hilfsmaßnahmen beschließt, wird sie von der US-Notenbank FED noch übertroffen. So hat die FED am Anfang der Woche ein unbegrenztes Anleihekaufprogramm aufgesetzt. Dies hatte eine drastische Verminderung der Rendite von 1,1585 auf 0,6762 und dadurch bedingte starke Kursanstiege in den zehnjährigen Treasuries zur Folge.

Öl & Gold

Das Öl (Brent) beendete die Woche mit einem Abschlag von 6,4% und erreichte damit den tiefsten Stand seit 2004. Ein Barrel kostet derzeit 22,18 USD wohingegen es der Preis vor drei Monaten noch bei 67,28 USD lag, was einer Abwertung seit Jahresbeginn von 67,1% entspricht. Diese Entwicklung ist auf die deutlich niedriger erwartete Nachfrage aus der Industrie aufgrund der COVID-19 Pandemie zurückzuführen.

Mit Beginn der Coronakrise hatte auch das Gold eine deutliche Wertminderung zu verzeichnen, obwohl Gold in Krisenzeiten als sogenannter Safe Haven betrachtet wird. Die Suche der Anleger nach Liquidität scheint jedoch in dieser Woche vorerst ein Ende gefunden zu haben, woraufhin sich der Goldpreis um 8% auf 1.617,50 USD pro Feinunze erholen konnte.

Zahl der Woche: 33,8

Mittwoch, der 25. März, war einer der stärksten Börsentage in der Geschichte des Dow Jones. Zum Handelsschluss stand auf der Zählertafel ein relativer Zuwachs von 10,59% oder 2.203 Punkten. Einen so erfolgreichen Handelstag gibt es im Dow Jones statistisch nur alle 33,8 Jahre zusehen.


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