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Die Krankenversicherung für Neugeborene – so versichern Sie Ihr Kind

Wenn ein Baby erwartet wird, kommen auf die werdenden Eltern viele Aufgaben zu. Es werden eine Menge Veränderungen im Leben der Familie anstehen. Das Kinderzimmer wird liebevoll eingerichtet, der Kinderwaagen und Babysachen werden in den Monaten der Schwangerschaft angeschafft. Aber leider warten auf die werdenden Eltern nicht nur die schönen Sachen, es kommt auch viele Papierkram auf sie zu. Darunter auch die Entscheidung, welche Krankenversicherung das Neugeborene bekommen soll. Über diesen Schritt denken die wenigsten Eltern wirklich nach. Dass ein Neugeborenes bei der Meldebehörde angemeldet werden muss, wissen viele werdende Mütter und Väter, aber dass nach einer Geburt nicht automatisch ein Versicherungsschutz besteht, wissen leider die wenigsten Eltern. Dabei können schon nach der Geburt die ersten medizinischen Kosten anfallen.

Die Krankenversicherung für Neugeborene – so versichern Sie Ihr Kind

Die Krankenversicherung für Neugeborene- gesetzlich versichert

Nach der Entbindung wird ein Kind das erste Mal von einem Arzt untersucht, im Normalfall sind das schon die ersten medizinischen Behandlungskosten für das Kind. Da das Kind aber erst seit wenigen Minuten auf der Welt ist, kann in diesem Fall noch keine Krankenversicherung bestehen. Die Kosten der ersten Kindesuntersuchung fallen laut Gesetz noch mit unter die Kosten der Entbindung. Aber danach sollten sich die frisch gebackenen Eltern unbedingt informieren, welche Krankenversicherung das Kind bekommt. Besonders einfach ist dieses Verfahren, wenn beide Eltern in einer gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind. Dann fällt die Versicherung für das neue Familienmitglied unter die Familienversicherung. Hier müssen die Eltern nur entscheiden, bei welchem Elternteil das Kind mitversichert sein soll. In der Regel sollte das Neugeborene bei dem Elternteil mit dem höheren Einkommen versichert werden.

BIP Wichtig

Um diese Versicherung zu bekommen, muss das Neugeborene bei der jeweiligen Versicherung angemeldet werden. Dafür bekommt man vom Standesamt eine Bescheinigung ausgehändigt. Diese Bescheinigung muss bei der jeweiligen Versicherung vorgelegt werden. Sie dient dazu das Kind sofort zu versichern. Ist dieser Schritt erledigt, ist das Kind mit sofortiger Gültigkeit bei der Krankenkasse versichert und erhält eine Versicherungskarte.

Eine private oder eine gesetzliche Krankenversicherung für das Neugeborene

Eine private oder eine gesetzliche Krankenversicherung für das Neugeborene

Sollte ein Elternteil nicht gesetzlich versichert sein, sondern eine private Krankenversicherung besitzen, ist die Entscheidung bei welcher Krankenkasse das Neugeborene versichert werden soll nicht so einfach zu beantworten. Sind beispielsweise beide Elternteile privat versichert, dann muss auch das Neugeborene privat versichert werden. Das bedeutet für die beiden werdenden Eltern, dass ab dem Tag der Geburt für das Neugeborene ein eigener Versicherungsbeitrag entrichtet werden muss. Die Versicherungsbeiträge, die für ein Neugeborenes anfallen, sind bei einer privaten Krankenversicherung noch sehr gering. Eine Familienversicherung wie bei der gesetzlichen Krankenversicherung gibt es bei einer privaten Krankenversicherung nicht. Ist nur ein Teil der Eltern in einer privaten Versicherung, so empfehlen Versicherungsexperten das Kind bei dem Elternteil zu versichern, das sich in der gesetzlichen Krankenversicherung befindet. Jedoch ist das nicht immer einfach, denn normalerweise wird das Kind bei dem Elternteil versichert, dass ein höheres Einkommen besitzt. Sollte das in diesem Falle der Elternteil mit der privaten Versicherung sein, kann es dazu kommen, dass das Neugeborene eine private Versicherung bekommt. Es gibt aber Ausnahmen, die auch in diesem Falle eine gesetzliche Versicherung empfehlen.

Welche Bedingungen bestehen für die private Krankenversicherung eines Neugeborenen

Welche Bedingungen bestehen für die private Krankenversicherung eines Neugeborenen

Besteht bei den Eltern nun wirklich der Fall, dass ihr Neugeborenes privat versichert werden muss, müssen einige Bedingungen eingehalten werden. Bei der privaten Krankenkasse nennt man die Versicherung für Neugeborene „Kindernachversicherung nach Geburt“. Mit dieser Versicherung, die nicht alle privaten Versicherungen anbieten, wird das Kind bei einem Elternteil versichert. Die Versicherung gilt aber trotzdem rückwirkend bis zur Geburt. Das ist besonders wichtig, da es sein kann, dass ein Kind mit gesundheitlichen Problemen auf die Welt kommt. Aber es gibt noch weitere Hürden zu nehmen, bis ein Kind bei einer privaten Krankenversicherung versichert ist. Sobald ein Elternteil mehr als 3 Monate bei der privaten Krankenversicherung versichert ist, bekommt das Kind ohne eine Risikoprüfung eine Versicherung. Ist das nicht der Fall, wird eine Risikoprüfung von der Versicherung durch geführt.

BIP Vorteil

Weitere Bedingungen die Eltern unbedingt beachten sollten sind, dass die Anmeldung des Kindes spätestens 2 Monate nach der Geburt schriftlich erfolgen muss. Des Weiteren darf das Kind nicht besser versichert sein als das Elternteil, welches bei der privaten Krankenversicherung versichert ist. Das bedeutet, die Behandlung in einer Klinik darf für das Kind nicht besser sein als für die Eltern. Sollten die Eltern wirklich auf eine bessere Behandlung für das Kind bestehen, dann wird bei einigen Versicherungen die Risikountersuchung wieder hervorgerufen. Diese erfolgen über die schon erfolgten Untersuchungen des Kindes und die Selbstauskünfte der Eltern.

Es gibt aber neben der Nachversicherung bei einigen privaten Krankenversicherungen, auch Versicherungen die eine eigene private Krankenversicherung für das Kind anbieten. Die Versicherungsgesellschaft muss das aber anbieten. Ansonsten besteht die Regelung das Kinder ab einem Jahr eine eigene private Krankenversicherung erhalten können. Experten raten jedoch dazu bei einer eigenen privaten Krankenversicherung erst einmal halt zu machen und das Kind über die „Kindernachversicherung“ abzusichern. Im späteren Zeitraum kann immer noch eine andere Versicherung gewählt werden.

Bedingungen im kurzen Überblick:

  • Keine Risikoprüfung wenn Elternteil länger als 3 Monate versichert ist
  • Kind darf nicht besser versichert sein als das Elternteil, maximal im gleichen Tarif
  • Antrag muss spätestens zwei Monate nach der Geburt erfolgen
  • Die Selbstbeteiligung bei Neugeborenen ist geringer
  • Die Beiträge sind geringer bei einer Kindernachversicherung

Egal, in welche Krankenversicherung Sie ihr Neugeborenes aufnehmen werden, denken Sie darüber nach falls nicht beide Eltern bei einer gesetzlichen Versicherung oder eine privaten Versicherung sein sollten. Informieren Sie sich bei einer privaten Versicherung unbedingt, welche Leistungen genau in ihrem Vertrag vorhanden sind und welche Sie eventuell noch vor der Geburt des Kindes dazu nehmen können, um für das Kind später einen besseren Schutz zu gewähren. Haben Sie Fragen bezüglich der Antragstellung, dann wenden Sie sich noch vor der Geburt an Ihren Berater.


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