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Rohstoffaktien für risikofreudige Anleger

In Rohstoffaktien investieren?

In Rohstoffaktien investieren?

Abgesehen von Zertifikaten und Optionen, sowie Fonds gibt es die Möglichkeit, über die Aktien von Produktionsunternehmen in Rohstoffe zu investieren. Einige Finanzexperten empfehlen Rohstoffaktien auch als Anlageklasse für private Investoren. Tatsächlich bieten Aktien von Minen- und Fördergesellschaften ein erhebliches Wertsteigerungspotenzial. Dabei dürfen Privatanleger jedoch die mit dieser Form der Geldanlage verbundenen Risiken auf keinen Fall außer Acht lassen.

Bei sogenannten Commodities, also bei Rohstoffen, denken viele Anleger an sichere und stabile Investments. Das gilt jedoch nur für sehr wenige Rohstoffe, etwa für Edelmetalle. In der Praxis ist das Investieren in Aktien von Rohstoffunternehmen äußerst risikoreich und sollte nur mit entsprechender Erfahrung und den nötigen Kenntnissen in Erwägung gezogen werden. In diesem Beitrag zeigt die Redaktion, worauf es beim Investieren in Minenaktien und Rohstoffaktien wirklich ankommt.

Preise für Öl und Gold freuen Anleger

Die Begeisterung für Rohstoffe kannte auf dem Höhepunkt der gerade überstandenen Finanzkrise keine Grenzen. In den Jahren 2008 und 2009 galten Rohstoffaktien als sicherer Garant für steigende Kurse und minimale Risiken. Auch die sich wenige Jahre später in der Euro-Zone ausbreitende Angst vor einer massiven Inflation befeuerte die Nachfrage nach Investments in Rohstoffe. Zwischenzeitlich ist allerdings nur wenig von dieser Euphorie übrig geblieben. Stattdessen hatte sich eine große Ernüchterung breitgemacht.

Die Preise für Rohstoffe befinden sich jedoch seit einiger Zeit wieder am Steigen. Die Notierungen für Gold und Öl als die gefragtesten Rohstoffe weltweit haben eine dramatische Steigerung erfahren, unter anderem durch geopolitische Verwerfungen und industriellen Aufschwung weltweit. Gold ist heute auf dem Allzeithoch und Erdöl wird auf Grund verschiedener Krisen auf der Welt immer gefragter. Wer in Goldminen investiert hat, dürfte sich aktuell also die Hände reiben und gute Gewinne kassieren.

Rückgang der Nachfrage nach Metall

Etwas anders sieht die Situation bei Kupfer, Eisenerz und anderen Rohstoffen aus, die in der Schwerindustrie benötigt werden. Die Hoffnungen, dass es auf breiter Front zu Preissteigerungen kommt, weil Schwellenländer diese Rohstoffe zunehmend nachfragen, haben sich nicht erfüllt. So hat zum Beispiel Kupfer nach den Höchstpreisen, die im Jahre 2011 erreicht wurden, mittlerweile mehr als ein Drittel seines Wertes verloren – mittlerweile hat sich der Kupferkurs wieder etwas stabilisiert.

Hinzu kommt noch die aus Sicht der Schwellenländer ungünstige Entwicklung des Dollarkurses: Sie müssen für die in Dollar gehandelten Rohstoffe aufgrund des Erstarkens der US-amerikanischen Währung mehr ausgeben, sodass sich die Nachfrage auch aus diesem Grund weiter abschwächt. Aktuell sind Gold, Palladium und Platin, sowie Silber eine gute Anlageform als Absicherung für risikoscheue Anleger. In einem gut diversifizierten Portfolio sollte physisches Gold nicht mehr als 10 % der Anlagesumme ausmachen.

Wie sieht die Zukunft für Commodities aus?

Heute geben sich einige Fachleute optimistisch, dass es bald zu einem weiteren Anstieg der Rohstoffnotierungen kommen wird. Sie setzen dabei auf eine Verknappung der Nachfrage mit einem entsprechenden Preisanstieg durch die krisenhafte Entwicklung in Osteuropa und im Nahen Osten. Privatanleger, die diese Auffassung teilen, sollten allerdings nur einen geringen Teil ihres Gesamtvermögens in Rohstoffaktien stecken, weil es sich um eine hochspekulative Anlageform handelt. Insbesondere die Kostenintensität bei der Förderung von Öl und Gold sorgt für eine schwierige Entwicklung einiger Anbieter.


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