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BIC und IBAN erklärt

Bei der Ausführung von Überweisungen hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Waren früher die Kontonummer und die Bankleitzahl notwendig, gibt es nun weitere Daten, die von Bedeutung sind. Vor allem im europäischen Raum sind diese relevant. Doch wobei handelt es sich eigentlich bei der BIC und der IBAN?

BIC und IBAN erklärt

Erläuterung IBAN

Bei der IBAN handelt es sich um die internationale Bankkontonummer. Die Abkürzung IBAN bezieht sich auf die englische Bezeichnung "International Bank Account Number". Mit ihr wurde ein internationaler Standard für die Schreibweise der Kontonummer geschaffen.

Die Idee hinter dieser Nummer ist, dass der Zahlungsverkehr über die Landesgrenzen hinweg vereinfacht wird. Der Datenaustausch zwischen den einzelnen Ländern soll erleichtert werden und dank integrierter Prüfnummern ist eine Verwechselung unwahrscheinlich. Damit werden Fehler, wie zum Beispiel ein einfacher Zahlendreher, vermieden und die Überweisungen fehlerresistenter.

BIP Wichtig

Ursprünglich galt die USA als Antreiber hinter diesem System, hat sich aber dagegen entschieden, dieses bis jetzt umzusetzen. Durchgesetzt hat sich die IBAN vor allem in der Europäischen Union. Im Zuge der Einführung des Euros erschien es sinnvoll, auch den Zahlungsverkehr zu vereinheitlichen. Daher findet die IBAN vor allem im Euroraum Anwendung. Darüber hinaus ist die IBAN auch in weiteren Region vorzufinden. Im Nahen Osten, Mittel- und Südamerika, sowie Afrika findet dieser Standard immer mehr Zuspruch.

Bei der Gestaltung der IBAN musste auf die jeweilige nationale Gestaltung der Bankverbindung Rücksicht genommen werden. Waren in Deutschland die Kontonummer und die Bankleitzahl maßgeblich, sah dies in anderen Ländern anders aus. Dort gab es teilweise keine Bankleitzahl und die Bankverbindung wurde auf anderen Wegen gekennzeichnet.

Um einen einheitlichen Standard zu schaffen, folgt die IBAN einem systematischen Aufbau. Dieser beginnt mit dem Länderkürzel. Deutsche Konten beginnen daher immer mit dem Kürzel "DE". Danach folgt eine zweistellige Prüfziffer.

Diese Prüfzimmer berechnet sich in Deutschland aus der zehnstelligen Kontonummer, der achtstelligen Bankleitzahl und die Länderkennziffer benötigt. Besitzt die Kontonummer weniger als 10 Stellen, wird diese mit Nullen aufgefüllt.

Anhand einer festgeschriebenen Berechnungsweise ergibt sich die zweistellige Prüfziffer aus den genannten Daten. Dies ermöglicht es, dass Zahlendreher oder andere Fehler vermieden werden. Würde etwa eine Zahl auf einer Überweisung verwechselt werden, steht dies im Widerspruch mit der Prüfziffer und würde nicht ausgeführt werden können. Damit wird verhindert, dass eine Überweisung auf ein falsches Konto erfolgt.

Berechnung der IBAN

Berechnung der IBAN

Nach der Länderkennung und der Prüfziffer, setzt sich die IBAN aus der Bankleitzahl und der Kontonummer zusammen. Die Kontonummer und die Bankleitzahl lassen sich daher gemeinsam in der IBAN wiederfinden.

Die Berechnung der Prüfziffer kann selber durchgeführt werden. Das Verfahren dazu ist öffentlich bekannt und transparent. Wurde die IBAN mal vergessen und ist gerade nicht auffindbar, kann mit Hilfe eines Online Services eine entsprechende Berechnung durchgeführt werden.

Die IBAN ist mittlerweile aber auch auf jedem Kontoauszug und den entsprechenden Girokarten zu finden. In der Funktion hat diese Nummer die bisher gebräuchlichen Kontonummern und Bankleitzahlen ersetzt.

BIC erklärt

BIC erklärt

Nicht nur die Kontoverbindung wurde standardisiert. Mit der BIC ist eine eindeutige Zuordnung der Bankinstitute möglich. Damit ersetzt sie in der Funktion, die in Deutschland gebräuchliche Bankleitzahl. BIC steht hierbei als Kurzform für "Business Identifier Code". Ähnlich wie die IBAN folgt auch die BIC einem standardisierten Aufbau. Sie kann entweder 8 oder 11 Stellen betragen.

Am Anfang steht eine 4-stellige Zeichenfolge, die vom Bankinstitut frei gewählt werden kann. Sinnvollerweise deutet diese Zeichenfolge auf den Namen des Bankinstitutes hin. Hierbei sind nur Buchstaben erlaubt. Danach erfolgt ein 2-stelliger Ländercode. Für Deutschland ist dies wiederum "DE". Danach folgt ein 2-stelliger Ortscode und falls eine spezielle Filiale gekennzeichnet wird, deutet der 3-stellige Code darauf hin.

Damit folgt die BIC einem klaren Standard und Verwechslungen oder Fehler sollen besser vermieden werden. Die BIC findet sich ebenso auf den Kontoauszügen wieder, kann aber auch öffentlich abgerufen werden.

Wofür werden diese Nummern benötigt?

Wofür werden diese Nummern benötigt

IBAN und BIC wurden eingeführt, um den Zahlungsverkehr innerhalb der Europäischen Union zu vereinfachen. Aus diesem Grund wurden neben diesen beiden Informationen auch das System der SEPA-Überweisungen eingeführt. Diese beschreiben einen einheitlichen Standard, der innerhalb der EU gilt und die nationalen Systeme ersetzt.

Dieser Standard ist seit dem Jahr 2016 Pflicht, um eine Überweisung auszuführen. Nicht nur im EU-Raum, sondern auch bei nationalen Überweisungen werden nicht mehr die Kontonummern und Bankleitzahlen genutzt. Verpflichtend sind nun für Unternehmer sowie Privatpersonen die Angaben der IBAN und BIC. Damit besteht innerhalb der EU ein einheitliches Zahlungssystem. Auch für Lastschriften gilt mittlerweile das SEPA-Verfahren. Jeglicher Zahlungsverkehr unterliegt somit diesem neuen Standard.

BIP Vorteil

Ab dem Jahr 2016 ist zudem nur noch die IBAN für Überweisungen innerhalb der EU notwendig und die BIC kommt nur noch in Ausnahmefällen zum Einsatz. Damit wurde ein weiterer Schritt zur Vereinfachung des Zahlungsverkehrs verwirklicht.

Vorteile der SEPA-Umstellung

Vorteile der SEPA-Umstellung

SEPA steht als Standard für einen einheitlichen Zahlungsverkehr innerhalb der EU. Damit wurden die bis dato gültigen nationalen Systeme vereinheitlicht.

Dauerten Überweisungen über Landesgrenzen hinweg mehrere Tage und waren mit einem höheren Aufwand verbunden, wurde dies mit dem SEPA-Verfahren deutlich erleichtert. Nun werden die überwiesenen Beträge innerhalb eines Bankgeschäftstages gutgeschrieben.

Auch die Notwendigkeit mehrere Konten ist entfallen. Unternehmen, die EU-weit tätig sind, benötigen nicht mehr für jedes Land ein eigenes Konto, um dort Zahlungen vorzunehmen. Es ist ein Konto ausreichend und so können mit dem deutschen Konto problemlos Zahlungen in der gesamten EU ausgeführt werden. Der Verwaltungsaufwand sinkt und Kosten werden eingespart.

Für Privatpersonen ergibt sich ebenfalls der Vorteil, dass diese einfacher von der bestehenden Freizügigkeit Gebrauch machen können. Wer zeitweilig in einem anderen Land leben möchte, muss dort kein neues Konto eröffnen. Verträge und Geschäfte können auch über das alte Konto in Deutschland laufen. Auf diese Weise kann eine spanische Mobilfunkrechnung über das Konto in Deutschland abgebucht werden, ohne dass Mehrkosten entstehen.

Fazit

Fazit IBAN

Wer Überweisungen innerhalb der EU durchführen wollte, musste vor der Einführung der IBAN und BIC genauer hinsehen, einen höheren Aufwand betreiben und mit Mehrkosten rechnen. Jedes Land hatte ein eigenes Zahlungssystem und darauf musste bei jeder Überweisung Rücksicht genommen werden.

Durch den einheitlichen Standard im Zahlungsverkehr wird jedem Konto eine eindeutige IBAN zugewiesen. Die IBAN folgt dabei dem immer gleichen Aufbau und ist deutlich sicherer als die bisher gültige Kontonummer. Zahlungen innerhalb der EU werden schneller durchgeführt und sind weniger fehleranfällig. Verbraucher und Unternehmen profitieren von diesem System und können ihren Zahlungsverkehr über die Landesgrenzen hinweg deutlich unkomplizierter durchführen.


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