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Alle wichtigen Antworten rund ums P-Konto

"P-Konto" lautete die gängige Kurzbezeichnung für ein Pfändungsschutzkonto. Es besitzt die Form eines Girokontos. Seine Einrichtung ermöglicht dem Nutzer, trotz einer Kontopfändung über den ihm gesetzlich zustehenden pfändungsfreien Betrag zu verfügen. Damit wird die Sicherung des soziokulturellen Existenzminimums sichergestellt. Die Höhe des pfändungsfreien Betrags wandelt sich dabei laufend. Jeder Schuldner darf nur ein derartiges P-Konto führen.

Alle wichtigen Antworten rund ums P-Konto

"P-Konto" lautete die gängige Kurzbezeichnung für ein Pfändungsschutzkonto. Es besitzt die Form eines Girokontos. Seine Einrichtung ermöglicht dem Nutzer, trotz einer Kontopfändung über den ihm gesetzlich zustehenden pfändungsfreien Betrag zu verfügen. Damit wird die Sicherung des soziokulturellen Existenzminimums sichergestellt. Die Höhe des pfändungsfreien Betrags wandelt sich dabei laufend. Jeder Schuldner darf nur ein derartiges P-Konto führen.

Wie hoch ist der Freibetrag beim P-Konto?

Wie hoch ist der Freibetrag beim P-Konto

Die natürlich wichtigste Frage für alle, die einmal in die missliche Lage kommen sollten, auf die Einrichtung eines P-Kontos angewiesen zu sein. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass sich dieser Freibetrag sehr rasch ändert, in der Regel wächst er zugunsten des Schuldners. Mit Stand vom April 2020 betrug dieser Wert exakt 1.178,59 Euro. Dies bedeutet also jene Summe, die ein Nutzer im Laufe eines Monats unpfändbar zur Verfügung hat, bzw. von seinem P-Konto aus abheben oder überweisen kann.

Dieser Betrag bedeutet gleichzeitig den Grundfreibetrag. Dieser steht jedem zu, der ein P-Konto einrichtet und er ist auch vollkommen einkommensunabhängig. Wie der Freibetrag von diesen 1.178,59 Euro erhöht werden kann, ist weiter unten zu erfahren.

Wer bekommt ein P-Konto?

Wer bekommt ein P-Konto

Den Antrag auf die Umwandlung in ein P-Konto kann jede natürliche und geschäftsfähige Person stellen, die bereits über ein Girokonto bei einer Bank oder Sparkasse verfügt.

Ein Anrecht auf eine Einrichtung eines neuen Kontos, um dieses als P-Konto zu führen, existiert übrigens nicht. Es besteht lediglich ein Anspruch auf die Umwandlung eines bereits bestehenden Girokontos in ein P-Konto, also ein Pfändungsschutzkonto. Für all jene, welche diese Möglichkeit einer Umwandlung eines bestehenden P-Kontos nicht besitzen, existiert dann als letzter Rettungsanker der Anspruch auf ein sogenanntes Jedermann-Konto, das seit 2016 wieder jedem das Recht einräumt, ein Konto zur Abwicklung von Überweisungen einzurichten.

Bedenkenswert hierbei: Eine vorsorgliche Einrichtung eines P-Kontos ergibt eigentlich keinen Sinn für seinen Inhaber. Solange noch keine Kontopfändung veranlasst wurde, kann man in diesem Fall aber über das gesamte auf seinem Girokonto befindliche Guthaben verfügen.

Wie eröffne ich ein P-Konto?

Wie eröffne ich ein P-Konto

Dazu wendet man sich an jene Bank oder Sparkasse, bei der man entweder ohnehin schon Kunde mit einem Girokonto ist oder aber die Einrichtung eines solchen beabsichtigt. Dort kann man dann einen entsprechenden Antrag stellen, der selbst unterschrieben werden muss. Insofern ist eine physische Anwesenheit dort oder eine Erledigung auf dem postalischen Wege in der Regel angezeigt. Wichtig: eine Bank oder Sparkasse kann einen solchen eingehenden Antrag auf Einrichtung eines P-Kontos nur ablehnen, wenn der Schuldner bereits an anderer Stelle über ein derartiges P-Konto verfügt. Andernfalls ist das Geldinstitut gesetzlich verpflichtet, ein P-Konto für den Antragsteller einzurichten. Die Umwandlung eines bestehenden Girokontos in ein P-Konto muss per Gesetz kostenlos erfolgen. Für das Führen des P-Kontos selbst hingegen darf das Geldinstitut eine Gebühr erheben, diese darf aber nicht höher als die Gebühren für vergleichbare Konten ohne den zusätzlichen Schutz als P-Konto liegen.

Wie lange dauert es, bis die Einrichtung eines P-Kontos wirksam wird?

Wie lange dauert es, bis die Einrichtung eines P-Kontos wirksam wird

Der Gesetzgeber hat die Banken und Sparkassen dazu verpflichtet, den Antrag auf eine Umwandlung in ein P-Konto innerhalb von vier Werktagen wirksam werden zu lassen. Das ist also der maximale Zeitrahmen, den es dauert, bis man über den Freibetrag verfügen kann. Viele Banken, insbesondere Sparkassen, bieten aber auch eine raschere, oft sogar unmittelbare Umwandlung in ein P-Konto, was in Anbetracht der in aller Regel vorliegenden Notsituation möglichst vorher abgeklärt werden sollte.

Was ist ein P-Konto bei der Sparkasse?

Was ist ein P-Konto bei der Sparkasse

Die bereits oben gegebene Definition eines P-Kontos unterscheidet sich nicht danach, bei welcher Bank der Schuldner ein solches einrichtet. Ein P-Konto bei einer Sparkasse besitzt also identische Eigenschaften wie bei jeder anderen Bank. Das bedeutet, der Besitzer, der unter einer Kontopfändung durch seine Gläubiger leidet, kann dort über einen monatlichen, unpfändbaren Betrag verfügen. Die kurze Bezeichnung P-Konto leitet sich ab vom eigentlichen Namen Pfändungsschutzkonto. Dieses liegt bei einer Sparkasse wie bei jeder anderen Bank in Form eines Girokontos vor. Je nach Lebenssituation kann der Freibetrag bei einem P-Konto bei der Sparkasse und bei allen anderen Banken allerdings auch über dem aktuell gültigen monatlichen Mindestbetrag liegen.

Wie lange dauert es, bis der Freibetrag erhöht wird?

Wie lange dauert es, bis der Freibetrag erhöht wird

Hat man eine der vorhandenen Möglichkeiten in Anspruch genommen, den für sein P-Konto bestehenden Freibetrag, also den unpfändbaren Betrag pro Monat, zu erhöhen, dauert es in der Regel nicht lange bis zur Wirksamwerdung dieser Maßnahme. Denn hierbei gilt ebenso die gesetzlich vorgeschriebene Höchstdauer von vier Werktagen, wie sie auch bei der generellen Umwandlung eines Kontos in ein P-Konto gegeben ist. Wie bei allen Aktivitäten rund um sein P-Konto ist es immer ratsam, so rasch wie möglich zu den eigenen Gunsten zu handeln, um alle Optionen für Freibeträge etc. auszunutzen.

Wie hoch ist der Freibetrag mit Kind?

Wie hoch ist der Freibetrag mit Kind

Wenn eines oder mehrere Kinder im eigenen Haushalt leben oder man Unterhalt für Kinder in anderen Haushalten zahlt, erhöht sich der Freibetrag. Für das erste Kind erhält man einen Freibetrag in Höhe von 443,57 Euro. Für jedes weitere Kind kommen jeweils 247,12 Euro hinzu.

Außerdem kann auch auf das P-Konto eingehendes Kindergeld von der Pfändung freigestellt werden. Dazu benötigt man eine Bescheinigung, die Arbeitgeber, Rechtsanwälte, Sozialleistungsträger, Familienkassen sowie weitere anerkannte Schuldner- und Insolvenzberatungsstellen erbringen können. Gleichwohl sind diese Institutionen nicht dazu verpflichtet, derartige Bescheinigungen auszustellen, was insbesondere im Falle von Unterhaltsauseinandersetzungen zu Problemen führen kann. Dann bleibt aber immer noch der Gang zum Vollstreckungsgericht, das dann eine derartige Freistellung anordnen kann.

Kinder bedeuten in diesem Kontext alle minderjährigen Kinder sowie volljährige Kinder, die sich in Ausbildung oder Studium befinden.

Was bedeutet das für Gläubiger?

Was bedeutet das für Gläubiger

Der oder die Gläubiger erhalten nur dann eine Tilgung der Schuld des Schuldners, wenn die monatlichen Eingänge den jeweils gültigen Freibetrag überschreiten. Das wiederum kann in Fällen niedrigen Einkommens und hoher Schuldsumme natürlich bedeuten, dass der Gläubiger sehr lange warten muss, bis die komplette Schuld getilgt ist, in manchen Fällen kommt es gar nie jemals zu diesem Ziel. Eine andere Möglichkeit als die Kontopfändung besitzt der Gläubiger aber nicht, um an die ausstehenden Gelder zu kommen.

Fazit zur Einrichtung eines P-Kontos

Fazit zur Einrichtung eines P-Kontos

Die Einrichtung eines solchen P-Kontos für Privatpersonen zu Beginn der 2010er Jahre hat generelle Lage für Schuldner bei der Sicherung zumindest der Grundbedürfnisse ihres soziokulturellen Lebens nicht nur dramatisch entschärft. Das P-Konto ist auch eine deutliche Vereinfachung der Abwicklung aller Vorgänge bei einer Kontopfändung und deren teilweiser Abwehr. Die hier dargelegten Informationen rund um die wichtigsten Fragen zum P-Konto sollten dabei helfen, im Bedarfsfalle die Einrichtung eines P-Kontos rasch entscheiden und vorantreiben zu können, um keine unnötige Zeit zu verlieren, in der eventuell Lücken in der monatlichen Bedarfsversorgung entstehen könnten.


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