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Aktiendepot anlegen – So gehst du vor!

Mit herkömmlichen Geldanlagen wie etwa Festgeldkonten oder Tagegeld ist schon seit geraumer Zeit kein Gewinn mehr zu machen. Wenn das Geld auf dem Girokonto liegt, ist es nicht nur unverzinst, sondern man bekommt auch kräftig den Negativzins in Form von immer mehr und immer höheren Gebühren zu spüren. Gewiss kann man auch in Gold und andere Edelmetalle als Wertanlage investieren, aber Rendite bringt das nicht und ein Wiederverkauf ist derzeit auch nur mit Verlust wahrscheinlich. Da bleiben nur noch Aktien als Alternative, doch scheint das eher etwas für Großsparer zu sein. Doch so ist es nicht. Auch du kannst dir ohne weiteres ein eigenes Aktiendepot anlegen. Wie das geht, erfährst du hier.

Der erste Schritt: das Finden einer geeigneten Bank

Selbst wer noch nie ernsthaft über Aktien nachgedacht hat, tut es vielleicht gerade jetzt. Trotz Corona-Pandemie und Wirtschaftskrise haben sich einige Aktien in erstaunlich kurzer Zeit wieder erholt. Doch sind Aktien nicht ausgesprochen riskant, wird so mancher einwenden. Eher nicht, wenn man einen Teil seines Geldes in ein ausgewogenes Depot aus Fonds, Aktien und EFTs investiert.

Wichtig ist, dass das Portfolio relativ breit gestreut ist. Um ein Depot zu eröffnen, brauchst du an erster Stelle eine Bank deines Vertrauens. Das kann die Sparkasse vor Ort ebenso sein wie die Filiale einer Großbank, eine Privatbank oder eine Direktbank. Direktbanken wie beispielsweise die Comdirekt, die ING Diba oder die Consorbank haben keine Filialen und sind ausschließlich im Internet verfügbar. Ihr Vorteil sind die wesentlich günstigeren Konditionen.

Wer regelmäßig Fonds und Aktien kauft, muss bei einer Direktbank mitunter kaum oder sogar gar keine Verwaltungsgebühren bezahlen. Inzwischen bietet auch fast jede andere Bank ihre eigenen Konditionen für Online-Depots. Der Vorteil von Online-Depots wiederum ist, dass der Anleger jederzeit selbst via Internet oder per Telefon auf seine Wertpapiere zugreifen und diese eigenverantwortlich verkaufen oder neue kaufen kann. Dafür sollte man sich am Aktienmarkt aber schon recht gut auskennen. Wer sich das nicht zutraut, sollte besser auf seine Hausbank vertrauen und sich bei der Auswahl der Wertpapiere beraten lassen.

Ein Aktiendepot: relativ sicher und mit guter Rendite

Ein Aktiendepot relativ sicher und mit guter Rendite

Obwohl auch Filialbanken Online-Depots anbieten, sind sie doch eher an langfristigen Geldanlagen und Anlagestrategien interessiert und wollen ihre Kunden direkt und vor Ort beraten. Die Bankberater versuchen dann mit dir gemeinsam Anlagemöglichkeiten zu finden, die zu dir passen. Filialbanken wünschen sich natürlich am liebsten Kunden, die eine etwas höhere Summe über einen längeren Zeitraum, am besten mehrere Jahre, breit gestreut anlegen möchten. Es ist jedoch auch dann möglich, sich zusätzlich einen Online-Zugang zum eigenen Depot zu verschaffen. Bei Filialbanken zahlt man in der Regel eine etwas höhere Anmeldegebühr für ein Aktiendepot. Die Trading-Kosten hingegen sind meist gering. Bei Direktbanken kann das genau umgekehrt sein. Die Anmeldung ist zwar kostenlos, aber beim Kauf und Verkauf von Aktien, dem Traden also, werden Provisionen und eine Ordergebühr in Rechnung gestellt. Insgesamt sind die Kosten für Depots bei Hausbanken aber höher.

Qualität der Beratung bei der Hausbank sicherstellen

Qualität der Beratung bei der Hausbank sicherstellen

Wenn du dennoch nicht allein und eigenständig über den Kauf und Verkauf von Aktien entscheiden möchtest und Beratung bei der Auswahl von Wertpapieren benötigst, bist du bei deiner Hausbank vorerst sicherer aufgehoben. Informiere dich jedoch über die Fähigkeiten und Erfahrungen deines Beraters und ziehe notfalls einen unabhängigen Vermögensberater hinzu. Gerade bei kleinen Anlagesummen wird man meist mit einer Standardberatung abgefertigt. Das sollte nicht passieren. Vielleicht legst du, nachdem du die Qualität der Beratung abgesichert hast, erst einmal mittelfristig ein überschaubares Depot an und beobachtest, was passiert. Die Eröffnung eine Online-Depots steht dir später immer noch offen. Ein Aktiendepot bei der Hausbank ist relativ sicher und verspricht eine gute Rendite.

Verschiedene Optionen: ein Online-Depot eröffnen

ein Online-Depot eröffnen

Wer ein Online-Depot eröffnen möchte, hat verschiedene Optionen. Zunächst sollte man sich wirklich darüber klar sein, ob man in der Lage ist, das Depot selbstständig zu verwalten. Zudem ist es sehr sinnvoll und dringend angeraten, die Konditionen mehrere Anbieter miteinander zu vergleichen. Die Orderprovision sowie die Maklercourtage und die Handelsplatzgebühren können sehr unterschiedlich ausfallen.

Die Orderprovision richtet sich bei den meisten Direktbanken oder auch Online Brokern nach dem sogenannten Ordervolumen, also der Höhe der Order. Je höher die Order ist, um so höher sind auch die Kosten. Eine Order von mehreren tausend Euro, kann schnell deutlich mehr als 50 Euro kosten. Bei manchen Direktbanken und Online Brokern zahlt man aber auch eine fixe Provision beispielsweise von fünf Euro. Auch die Depotgebühren sollte man in den Blick nehmen. Eine kostenlose Depotführung sollte bei einem Online-Depot selbstverständlich sein. Leider gibt es immer noch schwarze Schafe, die Depotgebühren erheben.

Fonds und Fondssparpläne für längerfristige Anlagen

Fonds und Fondssparpläne für längerfristige Anlagen

Gerade wer längerfristige Anlagen plant, sollte auf Fonds und Fondsparpläne bei Aktien-Depots achten. Schau also besser vor der Eröffnung deines Depots darauf, wie viele Fonds du handeln kannst und wie viele Gebühren dafür anfallen. Zudem sollten für eine breite Auswahl von Fonds und EFTs auch entsprechende Sparpläne zur Verfügung stehen. Anbieter mit teuren Ausgabeaufschlägen auf Fonds sind alles andere als empfehlenswert. Mitunter machen die Ausgabeaufschläge auf begehrte Fonds bei manchen Anbieter ganze fünf Prozent aus. Eine 5000-Euro-Order schlägt dann mit 250 Euro zu Buche. Das muss nicht sein, zumal es wesentlich günstigere Anbieter gibt.

Welche Anlageprodukte können gehandelt werden

Welche Anlageprodukte können gehandelt werden

Da du dir erst ein Aktiendepot anlegen möchtest, wirst du an hochspekulativen Produkten wie Futures oder sogenannten CFDs nicht interessiert sein. Übliche Anlageprodukte sind Fonds und Fondsparpläne, Aktien, EFTs sowie Zertifikate und Optionsscheine. Zudem gibt es verschiedene Handelsplätze. Wertpapierorders können beispielsweise im außerbörslichen Direkthandel abgewickelt werden. Kauf und Verkauf werden dann direkt online bestätigt und es fallen keine Makler- oder Börsengebühren an. Kostengünstiger als an ausländischen Handelsplätzen handelt man zudem an der deutschen Börse. Der Handel an großen europäischen Börsen oder der US-Börse ist eher etwas für Experten mit Börsenerfahrung. Zudem solltest du immer mit Limit handeln. Damit stellst du sicher, dass du beim Aktienkauf keinen überhöhten Preis zahlst oder beim Verkauf keinen zu niedrigen Preis für deine Aktien erhältst. Vor einer Depoteröffnung solltest Du zudem die Einlagensicherung des Depotanbieters überprüfen. Über die Seite einlagensicherung.de erfährst du, ob dein Geld bei einer eventuellen Insolvenz des Anbieters gesichert ist.

Zwei letzte Schritte zum eigenen Online-Depot

Zwei letzte Schritte zum eigenen Online-Depot

Du hast nun einen guten und günstigen Anbieter für dein Online-Depot gefunden und möchtest dich anmelden? Dann gehe folgendermaßen vor. Zuerst füllst du online das Anmeldeformular aus. Abgefragt werden die üblichen Daten wie Name, Geburtsdatum, Adresse und Familienstand. Ein Verrechnungskonto musst du ebenfalls angeben. Das wird sicherlich das Girokonto bei deiner Hausbank sein. Über dieses Konto werden dann alle Aus- und Einzahlungen deines Online-Depots abgewickelt. Zudem wirst du gefragt, ob du Erfahrung im Handel mit Aktien und Wertpapieren hast. Da das vermutlich nicht der Fall ist, wird dein Risikoprofil niedrig angesetzt.

Hochspekulative Geschäfte beispielsweise mit CFDs sind dir damit nicht erlaubt. Nun kommt der zweite Schritt, das sogenannte Positident-Verfahren, um deinen Zugang zu legitimieren. Dafür musst du den Antrag für die Eröffnung deines Online-Depots zunächst ausdrucken. Mit dem Formular gehst du zur Post. In der Post wird von einem Mitarbeiter deine Identität abgeglichen. Der Mitarbeiter bestätigt dann nach Abgleich mit deinem Personalausweis deine Identität schriftlich. Für die Bestätigung hat Dir die ausgewählte Direktbank oder der Online Broker einen Coupon zur Verfügung gestellt. Nach Durchführung des Verfahrens werden alle Unterlagen kostenlos an die Direktbank versandt. Nach nur wenigen Tagen erhältst Du von der Direktbank ein Begrüßungsschreiben sowie die Konto- und Zugangsdaten für dein neues Online-Depot.


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